Eisbachwelle: Wo man zuschaut und was man wissen muss

Eine etwa einen Meter hohe stehende Welle mitten in einem Stadtpark, die das ganze Jahr über von Surfern genutzt und von Tausenden am Ufer beobachtet wird: Hier erfahren Sie, was die Eisbachwelle eigentlich ist, welche Regeln aktuell gelten und wie Sie den Besuch in eine Fahrradtour durch den Englischen Garten einbauen können.

Stehende Welle auf einem schmalen Flusskanal unter einer Brücke mit Bäumen am Ufer

Kurz gesagt

Die Eisbachwelle ist eine stehende Welle auf dem Eisbach, einem schnellen, kalten Bach am südlichen Rand des Englischen Gartens in München, direkt neben dem Haus der Kunst. Surfen ist dort wieder erlaubt, und zwar aufgrund eines geänderten Erlasses von Oberbürgermeister Dominik Krause. Vorgeschrieben sind eine selbstlösende Leine, ein Surfverbot ab 22:00 Uhr und die Beachtung der ausgehängten Hinweisschilder. Das Zuschauen vom Ufer aus ist kostenlos.

Münchens seltsamste Attraktion verbirgt sich hinter dem Haus der Kunst: Hier fließt der Eisbach, ein schmaler Kanal, unter einer Straßenbrücke hervor und bildet eine stehende Welle, die Surfer seit Jahrzehnten reiten. Kein Sand, kein Ozean, keine Eintrittsgebühr. Die Welle entsteht, weil der Bach durch einen engen Kanal gepresst wird und das Wasser mit so viel Kraft zurückdrängt, dass ein Brett an Ort und Stelle gehalten wird, während das Stadtleben am Ufer vorbeizieht. Es ist einer der meistfotografierten Orte im Englischen Garten und liegt direkt auf der natürlichen Fahrradroute zwischen der Innenstadt und den Wiesen des Parks. Dieser Leitfaden erklärt, was die Welle ist, was passierte, als sie geschlossen und wiedereröffnet wurde, welche Regeln heute für das Surfen gelten, wo man am besten steht, um zuzuschauen, und wie man den Stopp in eine Fahrradtour einbinden kann, ob mit dem eigenen Rad oder auf einer geführten Tour.

Was ist die Eisbachwelle in München?

Die Eisbachwelle ist eine dauerhafte stehende Welle auf dem Eisbach, einem schnellen, kalten Bach, der am südlichen Rand des Englischen Gartens entlangfließt, nur wenige Fahrradminuten von der Altstadt entfernt. Das Wasser, das unter der Prinzregentenstraße hindurchgepresst wird, staut sich zu einer surfbaren Welle auf, auf der Surfer das ganze Jahr über reihum fahren, direkt vor den Augen der Zuschauer am Ufer. Der Bach selbst ist kein sanfter Parkbach. Er wird aus dem Isar-System gespeist, bleibt auch im Sommer kalt und fließt mit so viel Kraft, dass das Schwimmen im Eisbach verboten ist, wie die Parkregeln festlegen. Genau diese Kraft macht die Welle erst surfbar. Der Ort liegt ganz im Süden des Englischen Gartens, des 376 Hektar großen Parks, der nach einem Entwurf von 1789 angelegt wurde. Das gibt dem Stopp eine praktische Doppelfunktion: Man schaut sich die Welle an und fährt dann direkt in den größten Grünraum im Umkreis der Innenstadt. Das Netz aus etwa 78 km Wegen für Radfahrer und Jogger beginnt praktisch direkt am Ufer der Welle.

Ein Surfer balanciert auf einer stehenden Welle in einem schmalen, von Bäumen gesäumten Flusskanal

Die Welle ist eine echte lokale Institution und keine Touristenattraktion. Surfbretter lehnen an den Brückenpfeilern, Neoprenanzüge trocknen an den Geländern, und eine Menschenmenge versammelt sich an den meisten Nachmittagen, ganz ohne Organisation. Was Besucher manchmal übersehen: Wie klein die Bühne ist. Die surfbare Fläche ist etwa einen Meter breite stehende Welle, auf der immer nur ein Surfer gleichzeitig fährt, während das Publikum so nah steht, dass man das Brett hören kann. Es gibt keinen Strand, keine Ausleihe und kein Ticket. Man schaut vom Ufer aus zu, und der gesamte Besuch kann je nach Qualität des Surfens an diesem Tag zehn Minuten oder eine Stunde dauern.

Wo sind die besten Plätze, um den Surfern zuzuschauen?

Am besten beobachtet man die Surfer vom südlichen Ufer und von der Brücke selbst auf der Prinzregentenstraße, beide nur wenige Schritte vom Haus der Kunst entfernt. Vom Ufer aus hat man den Surfer auf Augenhöhe von der Seite, während man von der Brücke aus direkt auf die Wellenfront blickt. Beide Standorte sind öffentlicher Gehweg, kostenlos und auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad in den letzten Metern erreichbar. Die beiden Perspektiven eignen sich für unterschiedliche Besucher. Vom Ufer aus sieht man die gesamte Fahrt, den Sturz und das Zurückklettern in die Warteschlange. Von der Brücke aus erkennt man, wie steil die Welle tatsächlich ist. Dazwischen verläuft der Weg, den Radfahrer nutzen, um in den Englischen Garten zu gelangen, deshalb legen so viele geführte Touren hier eine Pause ein, ohne dass dies die Route spürbar verlängert.

Ein paar praktische Hinweise machen den Stopp noch angenehmer. Der Boden in der Nähe des Ufers ist abgetreten und kann nach Regen matschig sein, daher sind normale Schuhe in Ordnung, aber polierte nicht. Die Menschenmengen sind an Werktagsvormittagen am kleinsten, und das Surfen selbst ist improvisiert: Es gibt keinen Fahrplan, daher ist die ehrliche Antwort auf die Frage, wann die besten Surfer auftauchen, dass man das nicht versprechen kann. Wenn niemand im Wasser ist, wenn Sie ankommen, warten Sie zehn Minuten oder fahren Sie weiter und kommen Sie später zurück. Der Ort lässt sich auch ideal mit dem Park verbinden, der ausführlich im Fahrradführer für den Englischen Garten beschrieben wird. Dort wird die Route nach Norden von der Welle in Richtung Chinesischer Turm und zu den Wiesen dargestellt.

Beobachtungsplatz Blickwinkel auf die Welle Besonders geeignet für Zugang
Südlicher Uferweg Seitliche Sicht auf Augenhöhe Fotos, Stürze und Wiederaufnahmen Einige Schritte vom Haus der Kunst
Prinzregentenstraßenbrücke Blick von oben auf die Wellenfront Einschätzung der Steilheit der Welle Öffentlicher Gehweg
Nordufer nahe der Weggabelung Blick über den Bach Kombination des Stopps mit einer Fahrt in den Park Auf der Fahrradroute nach Norden

Wenn Sie die Welle als einen von mehreren Stopps in einer größeren Tour einbauen möchten und nicht als eigenständiges Ziel, bietet sich eine geführte Rundtour an. Diese drei Stadttouren eignen sich als Rahmen, da sie alle am südlichen Rand des Englischen Gartens vorbeiführen:

Wie kommt man zur Eisbachwelle?

Die Welle liegt an der Prinzregentenstraße am südlichen Ende des Englischen Gartens, auf der anderen Straßenseite des Haus der Kunst. Vom Marienplatz aus ist sie eine kurze Fahrradfahrt oder ein einfacher Spaziergang entfernt; mit der U-Bahn sind die nächsten Stationen entlang der Linien, die Lehel und das Universitätsviertel bedienen, und von dort aus führt der Weg zur Welle eher durch den Trubel als durch Beschilderung. Für Radfahrer ist die Anfahrt einfach: Man verlässt die Altstadt in nördlicher Richtung, überquert nach Lehel und der Parkangang an der Prinzregentenstraße ist unübersehbar. Fahrradständer und Geländer in der Nähe der Brücke dienen Radfahrern, die lieber zu Fuß zuschauen möchten. Eine Faustregel für den Gehweg um die Brücke: Es handelt sich um einen stark frequentierten Bereich, daher ist es sowohl höflich als auch üblich, für die letzten Meter abzusteigen.

Auch der öffentliche Nahverkehr ist eine Option, mit einer Einschränkung für Radfahrer. Fahrräder sind in Bussen und Straßenbahnen nur als Kinder- oder Falträder erlaubt, daher sollten Radfahrer mit einem normalen Fahrrad die S-Bahn oder U-Bahn nutzen, die Fahrräder außerhalb der gesperrten Wochentage befördern, vorausgesetzt, man besitzt die MVV-Fahrrad-Tageskarte. Die aktuellen Preise und genauen Sperrzeiten finden Sie auf mvv-muenchen.de. Die Details, einschließlich der Ausnahmen in den Schulferien für die Nachmittagssperre, sind im Leitfaden für Fahrräder in Zügen und S-Bahn aufgeführt. Besucher ohne eigenes Fahrrad können das MyRadl-Leihsystem nutzen, das am 7. Mai 2026 mit etwa 1.000 Stationen in der Region gestartet ist; klassische Fahrräder kosten 1 Euro pro 30 Minuten mit einer Tagesobergrenze von 9 Euro, E-Bikes 3 Euro pro 30 Minuten mit einer Tagesobergrenze von 18 Euro.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Eisbachwelle?

Jede Tages- und Jahreszeit eignet sich zum Zuschauen, denn die Welle ist ständig in Betrieb und das Surfen ist bis zum nächtlichen Verbot um 22:00 Uhr erlaubt. Morgens sind weniger Menschen unterwegs und das Licht ist ideal für Fotos; nachmittags sind mehr Surfer und eine lebhaftere Atmosphäre am Ufer zu erwarten. Auch im Winter funktioniert die Welle, und die Kälte macht die Kraft des Wassers als Gischt sichtbar. Ein Planungsfaktor ist das nächtliche Surfverbot: Gemäß der geänderten Verordnung ist das Surfen ab 22:00 Uhr untersagt, daher findet man bei späten Abendbesuchen eine ruhige Welle. Es gibt keinen veröffentlichten Zeitplan, wer wann surft, und es besteht keine Garantie, dass zu einer bestimmten Uhrzeit Surfer im Wasser sind.

Die Jahreszeit prägt das Erlebnis stärker als die Uhrzeit. Im Hochsommer ist das Ufer belebt, die umliegenden Wiesen sind voll, und die Welle ist eine Station auf einem gut besuchten Parkrundgang; in den kälteren Monaten schrumpft die Menschenmenge auf Stammgäste, und der Kontrast zwischen der grauen Stadt und den bunten Neoprenanzügen ist auffällig. Der umliegende Park ist ganzjährig geöffnet und der Eintritt ist frei. Besucher, die den Besuch der Welle mit einer längeren Tour nach Norden verbinden, sollten beachten, dass der Biergarten am Chinesischen Turm, der 25 Meter hohe Pagodenbau ein Stück weiter im Park, seine Gartenwirtschaft je nach Wetter saisonal öffnet, wobei der Kiosk in der kalten Jahreszeit täglich ab 12:00 Uhr geöffnet hat. Regen stoppt die Welle nicht, auch wenn er die Zuschauerzahl reduziert, und die Frage, ob geführte Touren bei Nässe stattfinden, wird unter finden Fahrradtouren in München bei Regen statt beantwortet.

Fahrräder an einem Flussuferweg in der Nähe einer Steinbrücke in einem grünen Park abgestellt

Darf man mit dem Fahrrad entlang der Eisbachwelle fahren?

Ja, Radfahren ist auf den Wegen des Englischen Gartens erlaubt, und die Route, die der Isar und dem Eisbach folgt, zählt zu den bekanntesten Fahrradtouren Münchens. Eine offizielle Tourenbeschreibung des Münchner Tourismusamts skizziert eine Rundtour von etwa 15 km ab Marienplatz, die der Isar flussabwärts folgt und durch den Garten zurück zur Welle in Richtung Aumeister führt. Diese Rundtour, die im Leitfaden für den Isar-Radweg beschrieben wird, ist die naheliegende Wahl für geübte Radfahrer. Die Wege im Park werden mit Fußgängern geteilt, daher gelten die üblichen Verhaltensregeln, und die Parkordnung verlangt von Radfahrern, auf den Wegen zu bleiben: Grillen und offenes Feuer sind verboten, Hunde müssen an der Leine geführt werden, und das Betreten der Wiesen ist nicht erwünscht. Die Welle selbst liegt genau dort, wo eine Anfahrt über die Straße und eine über die Parkwege aufeinandertreffen, aus diesem Grund nutzen geführte Touren sie als Haltestelle.

Zwei Hinweise sorgen für eine angenehme Fahrt. Erstens ist der Gehweg direkt um die Brücke stark frequentiert, daher ist die Welle ein Ort zum Absteigen und Zuschauen, nicht zum Durchfahren. Zweitens ist der Bach kalt und reißend, und das Schwimmen im Eisbach ist verboten, eine Regel, die die Parkbehörden ausdrücklich kommunizieren, weil die Strömung tatsächlich gefährlich ist. Das Schwimmen in der Isar selbst ist eine andere Sache: Es ist auf sieben ausgewiesene Abschnitte beschränkt und wird bei einem Wasserstand von über 1,20 m am städtischen Messpunkt gesperrt; typische Wassertemperaturen im Sommer liegen zwischen 14 und 22 Grad Celsius. Das betrifft jedoch die Kiesbänke weiter südlich am Fluss, nicht den Kanal der Welle.

Welche geführten Fahrradtouren halten bei den Surfern?

**Mehrere geführte Stadttouren passieren die Welle, da sie auf der natürlichen Route in den Englischen Garten liegt, und eine trägt sie sogar im Namen: die Munich Classic Bike Tour um 11:30 Uhr mit Surfern und Biergarten-Stopp, eine gemeinsame klassische Fahrradtour von 3 bis 4 Stunden. Die Classic Bike Tour um 11:30 Uhr kombiniert einen Stopp bei der Surferwelle mit einer Biergarten-Pause und eignet sich daher besonders für Erstbesucher. Eine Wartezeit an der Welle kann nicht garantiert werden, daher sollte man etwas Puffer einplanen. Die aktuelle Buchungsseite enthält den Preis und die Treffpunktabsprachen. Details zur klassischen Morgenfahrt sollten Sie vor der Planung eines bestimmten Termins prüfen.

Andere Formate erreichen denselben Ort mit unterschiedlichen Ansätzen. Die oben erwähnte Halbtagestour hält den Tag kurz für Besucher mit einem vollen Programm. Eine 3-stündige Rundtour durch den Englischen Garten, den Olympiapark und das Schloss Nymphenburg tauscht die gemütliche Biergarten-Atmosphäre gegen eine zügige Strecke ein, und ihre Buchungsseite enthält die Leistungen des Angebots:

Wer den Biergarten als Hauptattraktion und nicht die Fahrradtour in den Mittelpunkt stellen möchte, für den bietet sich eine 4-Stunden-Tour mit einer ausgewiesenen Biergarten-Pause an. Diese führt entlang desselben südlichen Parkrands, allerdings in gemütlicherem Tempo. Keiner der Anbieter gibt eine feste Zeit am Eisbach an, daher sollten Sie, wenn das Surfen für Sie Priorität hat, die Tour wählen, deren Route am besten zu Ihren Plänen passt, und die Welle als flexiblen Stopp betrachten, der auf jeder Strecke eingeplant ist.

Tour Dauer Format Bezug zur Welle
Munich Classic Bike Tour @ 11.30 Uhr mit Surfern und Biergarten-Stopp 3 bis 4 Stunden Geteilt, klassisches Fahrrad Surfer-Stopp im Titel genannt
München per Rad: Halbtagestour mit lokaler Führung 3 Stunden Geteilt, klassisches Fahrrad Kurze Tour entlang des Parkrands
Englischer Garten, Olympiapark und Schloss Nymphenburg per Fahrrad 3 Stunden Geteilt, klassisches Fahrrad Park-Rundtour mit breitem Spektrum
München: Fahrradtour mit Biergarten-Pause 4 Stunden Geteilt, klassisches Fahrrad Langsameres Tempo, Fokus auf den Garten

Preise und Gruppendetails zu jeder Tour finden Sie auf den jeweiligen Buchungsseiten, und da sie sich häufig ändern, wäre eine Wiederholung hier eher irreführend als hilfreich.

Welche Regeln gelten fürs Surfen am Eisbach?

Surfen ist derzeit unter einem geänderten Allgemeinverfügung von Oberbürgermeister Dominik Krause erlaubt. Die Bedingungen sind eine zwingend vorgeschriebene, selbstlösende Leine, ein Surfverbot ab 22:00 Uhr sowie die Aufforderung, die vor Ort angebrachten Schilder zu beachten. Auf der offiziellen Seite der Stadt zur Welle heißt es, dass das Surfen auf eigenes Risiko erfolgt. In Berichten werden weitere Auflagen wie Erfahrungs- oder Aufsichtspflichten genannt, diese finden sich jedoch nicht auf der offiziellen Seite. Die am Ufer angebrachten Schilder sind am Tag Ihres Besuchs maßgeblich; die am Ufer angebrachten Schilder sind am Tag Ihres Besuchs maßgeblich. Falls Ihre Reise in die Festivalsaison fällt, lohnt es sich, die offiziellen Angaben zu prüfen, und unser Leitfaden zu den Verboten auf dem Oktoberfest trennt bestätigte Einschränkungen von Gerüchten.

Ein Fluss mit stehender Welle, von einer Brücke aus gesehen, mit weißem Wasser und Bäumen an beiden Ufern

Die Regelung zur Leine verdient eine kurze Erklärung, denn sie verändert das, was man sieht. Eine selbstlösende Leine löst sich bei starkem Zug, und bei einer so kraftvollen Welle wie dieser dient sie der Sicherheit: Sie verhindert, dass das Brett einen gestürzten Surfer in die Brückenpfeiler zieht. Das Surfverbot ab 22:00 Uhr dient nicht nur den Surfern, sondern auch den Anwohnern, da die Welle von Straßenlaternen beleuchtet wird und die Ufer in Hörweite eines Wohnviertels liegen. Für Besucher lässt sich die gesamte Regelung einfach zusammenfassen: Beobachten Sie die Surfer vom Ufer aus, betreten Sie nicht das Wasser und lassen Sie die Surfer ihre eigene Warteschlange verwalten, die als informelle, aber gut funktionierende Rotation abläuft.

Regelung Bedeutung
Geänderte Allgemeinverfügung Surfen ist unter festgelegten Bedingungen wieder erlaubt
Selbstlösende Leine Vorgeschrieben; löst sich bei Belastung, um den Surfer zu schützen
Surfverbot ab 22:00 Uhr Kein Surfen am späten Abend
Aushang am Ufer Die vor Ort angebrachten Schilder gelten am jeweiligen Tag
Auf eigenes Risiko Die offizielle Seite der Stadt gibt an, dass das Surfen auf eigenes Risiko erfolgt
Balkendiagramm, das die Dauer von vier geführten Fahrradtouren in München vergleicht, die an der Eisbachwelle vorbeiführen, von drei bis vier Stunden.

Was ist mit der Eisbachwelle passiert?

Die Welle war vor 2026 für eine Zeitlang für Surfer gesperrt, weshalb viele ältere Reiseberichte sie als verboten beschreiben. Surfen wurde unter der geänderten Allgemeinverfügung von Oberbürgermeister Dominik Krause wieder erlaubt, und die Wiedereröffnung am 8. Mai 2026 brachte die Stelle unter den aktuellen Bedingungen zurück: mit der Leinenpflicht, dem Surfverbot ab 22:00 Uhr und den Aushängen vor Ort. Eine Zeitlang lautete der ehrliche Reisehinweis, dass die Welle zwar zu beobachten, aber nicht legal zu befahren sei. Das änderte sich mit der Verfügung, und heute ist das Bild, das Besucher erwarten, Surfer in Neoprenanzügen auf einem Stadtfluss, wieder Realität. Die Geschichte ist aus einem praktischen Grund wichtig: Viele Artikel, gedruckte Karten und sogar einige geführte Kommentare stammen noch aus der Zeit der Schließung, sodass die Information, dass Surfen verboten sei, veraltet ist. Wer die vollständige Vorgeschichte wissen möchte, warum die Eisbachwelle gesperrt war und was die Regeln heute erlauben, findet im Leitfaden zur Schließung der Eisbachwelle ausführliche Erklärungen.

Hintergrund der Schließung war eine langjährige Diskussion über Sicherheit und Haftung an einer Welle, die von hocherfahrenen Surfern in einem öffentlichen Park befahren wird. Die Lösung der Verfügung bestand in klaren Auflagen statt in einem Verbot. Besucher müssen die juristischen Details nicht kennen; sie benötigen den aktuellen Stand, den die offizielle Seite der Stadt klar angibt und den auch dieser Leitfaden wiedergibt: die offizielle Wellen-Seite ist die Quelle, die man vor einem Besuch mit Surfplänen prüfen sollte.

Wie nah liegt die Welle an anderen Sehenswürdigkeiten im Englischen Garten?

Sehr nah: Die Welle markiert das südliche Tor des Gartens, und die Hauptattraktionen reihen sich von dort aus nach Norden entlang derselben Wege an. Eine kurze Fahrt führt Sie zum Biergarten Seehaus am See, zum Chinesischen Turm mit seiner 25 Meter hohen Pagode und dem etwa 7.000 Plätze umfassenden Biergarten sowie zu den ruhigen Wiesen dahinter; der gesamte südliche Abschnitt ist eine durchgehende Radtour. Diese Geografie ist das stärkste Argument, die Welle mit dem Fahrrad und nicht zu Fuß zu besuchen. Ein Besuch zu Fuß endet meist nach dem Betrachten der Welle; eine Radtour führt ganz natürlich weiter in den Park hinein, und der Park belohnt die zusätzliche Strecke.

Ein Tag, der sich um die Biergärten dreht, lässt sich gut planen, da ihre Öffnungszeiten variieren. Das Seehaus hat montags bis freitags ab 12:00 Uhr und am Wochenende ab 11:30 Uhr geöffnet, der Biergarten am Chinesischen Turm öffnet unter der Woche ab 11:00 Uhr und am Wochenende bei gutem Wetter ab 10:00 Uhr, während der Hofbräukeller am östlichen Rand nahe der Welle täglich von 12:00 bis 22:00 Uhr geöffnet hat. Wer morgens aus der Altstadt aufbricht, kann die Surfer beobachten, nach Norden durch den Englischen Garten fahren und rechtzeitig zum Öffnen an einem Biergarten-Tisch ankommen. Der volle Biergarten-Betrieb am Chinesischen Turm findet nur bei gutem Wetter statt; bei Kälte oder unsicherer Witterung wird stattdessen der Kiosk betrieben. Die Parkregeln, die unterwegs relevant sind: Grillen oder offenes Feuer sind überall verboten, Hunde müssen an der Leine geführt werden, und im Eisbach selbst darf nicht gebadet werden.

Halt nördlich der Welle Was ist das? Öffnungszeiten
Seehaus Biergarten am Kleinhesseloher See Mo bis Fr ab 12:00 Uhr, Wochenende ab 11:30 Uhr
Chinesischer Turm 25 m hohe Pagode aus dem Parkentwurf von 1789, Biergarten zu ihren Füßen Biergarten Mo bis Fr ab 11:00 Uhr, Wochenende ab 10:00 Uhr bei gutem Wetter; Kiosk ab 12:00 Uhr sonst
Nördliche Wiesen Offene Parklandschaft Richtung Aumeister Park ganzjährig geöffnet, Eintritt frei
Eine hohe hölzerne Pagode, die über einer Parklandschaft ragt, mit einem Biergarten darunter

Wie plant man einen Tag um die Eisbachwelle?

Bauen Sie die Welle in die erste Stunde Ihres Tages ein und lassen Sie den Park den Rest übernehmen: Starten Sie in der Altstadt, fahren Sie zur Welle, um die Surfer zu beobachten, setzen Sie Ihre Fahrt nach Norden durch den Englischen Garten zum Chinesischen Turm oder Seehaus fort und kehren Sie auf den Isarwegen zurück. Diese Route funktioniert mit einem Mietrad, einem MyRadl-Leihfahrrad oder einer der geführten Stadttouren, die dieselbe Strecke nutzen. Die Reihenfolge ist weniger wichtig als die Geografie: Alle Sehenswürdigkeiten liegen auf einer durchgehenden Linie vom Zentrum nach außen, sodass der Tag kaum schiefgehen kann. Da der längste Abschnitt dieser Strecke durch den Park führt, erklärt unser Leitfaden zum Radfahren im Englischen Garten, welche Wege für Fahrräder freigegeben sind und wie eine geführte Tour dieselbe Strecke abdeckt.

Ein Radfahrer auf einem baumbestandenen Schotterweg neben einem Fluss in einem Stadtpark

Wer den Tag lieber in die Hände eines Guides legen möchte, hat die Wahl zwischen Tempo und Schwerpunkt. Die drei folgenden Touren decken das Spektrum ab: die klassische Morgenrunde mit Surfer-Stopp, eine Alternative aus demselben Haus mit Fokus auf Biergarten-Pausen und ein kürzeres Format für enge Zeitpläne.

Ein letzter Planungshinweis, der für alle Varianten dieses Tages gilt: Die Welle ist wetterfest, die Biergärten jedoch nicht, und die Parkregeln verbieten Grillen und offenes Feuer unabhängig vom Wetter. Prüfen Sie auf der Buchungsseite der gewählten Tour, was enthalten ist, und achten Sie auf die Aushänge am Ufer für die Surfbedingungen des Tages. Die Welle hat Schließungen, Verordnungen und Jahrzehnte Münchner Winter überstanden, sie wird auch noch laufen, wenn Ihr Besuch ansteht.

Häufige Fragen zur Eisbachwelle

Was ist mit der Eisbachwelle passiert?

Die Welle war für eine Zeit fürs Surfen gesperrt, wurde dann aber nach einer geänderten Allgemeinverfügung von Oberbürgermeister Dominik Krause wiedereröffnet. Seit dem 8. Mai 2026 ist das Surfen unter Auflagen wie einer selbstlösenden Leine und einem nächtlichen Verbot ab 22:00 Uhr wieder erlaubt. Ältere Artikel, die von einem Verbot sprechen, beziehen sich auf die Zeit vor der Wiedereröffnung.

Wo liegt die Eisbachwelle?

Am Eisbach am südlichen Rand des Englischen Gartens, an der Prinzregentenstraße-Brücke neben dem Haus der Kunst, nur eine kurze Fahrradfahrt oder ein Spaziergang von der Altstadt entfernt.

Darf jeder auf der Eisbachwelle surfen?

Surfen ist unter den Auflagen der geänderten Verfügung erlaubt, darunter eine Pflicht zur selbstlösenden Leine und das nächtliche Verbot ab 22:00 Uhr, auf eigenes Risiko. Die Aushänge am Ufer sind am jeweiligen Tag maßgeblich; für weitere Informationen ist die offizielle Stadtseite die richtige Anlaufstelle.

Darf man im Eisbach baden?

Nein. Das Baden im Eisbach ist verboten, und die Strömung im Kanal ist stark und kalt. Das Baden in der Isar ist separat geregelt und nur in sieben ausgewiesenen Abschnitten erlaubt, die geschlossen werden, sobald der Wasserstand am städtischen Messpunkt 1,20 m übersteigt.

Was kostet es, die Surfer zu beobachten?

Nichts. Das Ufer und die Brücke sind öffentlicher Gehweg mit kostenlosem Zugang, und der Englische Garten selbst ist ganzjährig geöffnet und der Eintritt frei.

Halten Fahrradtouren an der Eisbachwelle?

Ja, mehrere tun das, da die Welle auf der natürlichen Route in den Englischen Garten liegt. Die Munich Classic Bike Tour um 11:30 Uhr trägt sogar einen Surfer-Stopp im Titel, neben einem Biergarten-Stopp. In der Beschreibung wird versprochen, dass es keine Wartezeiten gibt, da die Surfer unregelmäßig kommen und gehen.